Coface aktualisiert Länderbewertungen
Die Risiken in der Euro-Zone steigen, Japan und die USA befinden sich dagegen auf dem Weg der Besserung. Das schlägt sich in den aktualisierten Länderbewertungen der Coface nieder.

Nach Ansicht der Coface ist die Weltwirtschaft derzeit von markanten Unterschieden in den drei wichtigen entwickelten Regionen geprägt: Die Lage in der Euro-Zone verschlechtert sich, das Wachstum in Nordamerika stabilisiert sich und Japan erholt sich. „In diesem wirtschaftlichen Umfeld hat Coface sieben Länderbewertungen verbessert, darunter USA und Japan“, sagte Norbert Langenbach, Vorstandsmitglied von Coface Deutschland, Niederlassung der Coface S.A. beim Kongress Länderrisiken in Mainz. Neun Länder wurden herabgestuft, darunter Portugal und Argentinien.
Die Anzeichen wirtschaftlicher Erholung haben Coface veranlasst, die A2-Bewertung der USA mit positivem Ausblick zu versehen. In Nordamerika ist das Wachstum stabil bei zwei Prozent. Zugleich wurde der negative Ausblick Japans in A1 aufgehoben. In Japan drehte das Wachstum von minus 0,9 Prozent 2011 auf voraussichtlich 1,8 Prozent in diesem Jahr.
In der Euro-Zone verschlechtert sich die Situation insbesondere für Italien, Spanien und Portugal weiter. Die Wachstumsprognosen für Italien und Spanien wurden auf minus 1,5 Prozent und minus 1,2 Prozent zurückgenommen. Im Januar 2012 hatte Coface die Bewertungen beider Länder auf A4 heruntergestuft. Die Zahlungserfahrungen zeigen auch im Frühjahr keine Besserung. Zugleich verschlechterte sich die finanzielle Situation portugiesischer Unternehmen. Die Rezession wird sich 2012 mit minus 4 Prozent weiter verschärfen. Coface hat Portugal nach einer Herabstufung auf A4 im März 2011 und negativem Ausblick im September 2011 nun in die Kategorie B heruntergestuft. Die portugiesischen Unternehmen sind wie spanische stark verschuldet, derzeit mit einer Summe, die 180 Prozent des BIP entspricht. Dadurch sind sie sehr anfällig für negative Einflüsse. Seit 2011 hat Coface eine Welle von Nichtzahlungsmeldungen registriert, besonders in den Branchen Bau, Handel und Textil.
Argentinien steht bei Coface nicht mehr unter Beobachtung für eine Aufwertung. Verschlechterte Geschäftsaussichten und insbesondere Zahlungsverzögerungen aufgrund staatlicher Wechselkurs- und Importkontrollmaßnahmen haben dazu geführt, dass das Land in C verbleibt. Der zunehmende staatliche Protektionismus, der sich besonders in den Schwellenländern Lateinamerikas ausbreitet, ist nach Ansicht der Coface zu einem Hauptrisiko für Unternehmen geworden.
Die ausführliche Pressemeldung finden Sie hier.
Die Länderbewertung von Coface
Mit der Länderbewertung dokumentiert Coface das durchschnittliche Risiko eines Zahlungsausfalls bei Unternehmen in einem bestimmten Land. So fließen neben makroökonomischen Daten vor allem die Zahlungserfahrungen mit den Unternehmen ein. Darin unterscheidet es sich von den Länderratings der Agenturen, die in der Regel die Staatsbonität oder Sicherheit von Anleihen zum Gegenstand haben.
Regelmäßig werden über 150 Länder analysiert und bewertet. Die Bewertungsskala reicht von A1 bis D, wobei die Stufen A1 bis A4 ein niedriges Länderrisiko kennzeichnen. Die Stufen B bis D stehen dagegen für ein mittleres bis hohes Risiko. Die aktuellen Länderbewertungen von Coface können gebührenfrei abgerufen werden unter der Rubrik „Country Risk and Economic Research“.
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- Sitz der Niederlassung in Mainz
Die Coface-Gruppe ist ein weltweit führender Kreditversicherer und bietet Unternehmen auf der ganzen Welt Lösungen für das Forderungsmanagement im Inlands- und Exportgeschäft. 2012 erreichte die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 1,6 Mrd. Euro. 4.400 Mitarbeiter in 66 Ländern bieten weltweiten Service vor Ort.
Die Zentrale der deutschen Niederlassung ist in Mainz. In Deutschland zählt Coface wie in der Kreditversicherung auch im Factoring zu den führenden Anbietern.
In jedem Quartal veröffentlicht Coface ihre Einschätzung der Länderrisiken für 158 Länder. Dies geschieht auf Basis ihrer genauen Kenntnisse des Zahlungsverhaltens von Unternehmen und der Kompetenz von 350 Kreditprüfern, die nah an den Kunden und deren Debitoren arbeiten.
In Frankreich ist Coface Mandatar für die staatlichen Exportkreditgarantien. Coface ist eine Tochtergesellschaft von Natixis, einer Gesellschaft der Groupe BPCE für Unternehmensfinanzierung, Investment Management und spezielle Finanzservices.
Coface st Namensgeber des Fußballstadions Coface Arena. Das Unternehmen setzt sich über seine Geschäftsfelder hinaus für die Gesellschaft und soziale Ziele ein.






